Schloss Sargans

Schloss_Sargans_4cdad0ebe9262.jpg
Schloss Sargans Gebäude & Geschichte Manufacturer
4 CHF
413
Bestellnummer: 413
Autor: Heinrich Pfenninger
Selbständige Einzelteile: 1
Schwierigkeitsgrad: ab 9 Jahren, mittel
Sprache: d, f
Massstab: 1:200

Sargans, ein kleines sanktgallisches Städtchen, liegt dort, wo sich heute die beiden Schnellzugslinien Zürich-Chur und Zürich-Buchs-Oesterreich trennen. Im Mittelalter lag es am wichtigen Handelsweg, der von Italien über die Bündnerpässe nach Zürich geführt hat. Das Städtchen liegt etwas erhöht am Fuss des Gonzen und hat sich damit vor Rheinüberschwemmungen gesichert. Noch kecker steht das Schloss Sargans auf einem Felssporn. Stolz blickt es herab auf die nahe Kleinstadt und auf die Weite des nahen Rheintals.

Schon 1282 liest man vom Sarganserschloss erstmals in einer Urkunde. Im Jahre 1386 kämpfte sein Besitzer, Graf Johann I. (kurz «Graf Hans» genannt) auf der Seite Oesterreichs bei Sempach gegen die Eidgenossen. Er plante auch zwei Jahre darauf, sich bei Näfels am Kampfe gegen die Glarner zu beteiligen, erschien aber glücklicherweise mit seinen Leuten auf dem Kerenzerberge erst dann, als das Treffen bereits entschieden war.

Nach dem Alten Zürichkrieg wurde Sargans Untertanenland der Eidgenossen. Fortan (von 1459 bis 1798) verwalteten sie diesen Besitz als gemeinsame Herrschaft. 181 Vögte haben sich nacheinander im Sarganserschloss (jeweils nach zweijähriger Amtszeit) abgelöst. Die Reihenfolge ihres Auftretens ist heute noch am Wappenband abzulesen, das die Stadtseite des Herrenhauses schmückt: Zürich, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug und Glarus. (Nach den Villmergerkriegen, ab 1712, auch Bern.)

Seit 1899 genört das Schloss der Ortsgemeinde von Sargans. Architekt Eugen Probst hat es um die Jahrhundertwende sinnvoll renoviert. 1969/70 wurden die Fassade, die Ring- und die Stützmauern unter Mithilfe von Heimatschutz und Bund und Kanton St. Gallen einer weiteren Renovation unterzogen. Ein Besuch des alten Herrensitzes und des Sarganserländischen Heimatmuseums im Turm lohnt sich!

Beiblatt als PDF-Datei zum Herunterladen

Schloss_Sargans_4cdad0ebe9262.jpg

4,00 CHF

Bestellnummer: 413
Autor: Heinrich Pfenninger
Selbständige Einzelteile: 1
Schwierigkeitsgrad: ab 9 Jahren, mittel
Sprache: d, f
Massstab: 1:200

Sargans, ein kleines sanktgallisches Städtchen, liegt dort, wo sich heute die beiden Schnellzugslinien Zürich-Chur und Zürich-Buchs-Oesterreich trennen. Im Mittelalter lag es am wichtigen Handelsweg, der von Italien über die Bündnerpässe nach Zürich geführt hat. Das Städtchen liegt etwas erhöht am Fuss des Gonzen und hat sich damit vor Rheinüberschwemmungen gesichert. Noch kecker steht das Schloss Sargans auf einem Felssporn. Stolz blickt es herab auf die nahe Kleinstadt und auf die Weite des nahen Rheintals.

Schon 1282 liest man vom Sarganserschloss erstmals in einer Urkunde. Im Jahre 1386 kämpfte sein Besitzer, Graf Johann I. (kurz «Graf Hans» genannt) auf der Seite Oesterreichs bei Sempach gegen die Eidgenossen. Er plante auch zwei Jahre darauf, sich bei Näfels am Kampfe gegen die Glarner zu beteiligen, erschien aber glücklicherweise mit seinen Leuten auf dem Kerenzerberge erst dann, als das Treffen bereits entschieden war.

Nach dem Alten Zürichkrieg wurde Sargans Untertanenland der Eidgenossen. Fortan (von 1459 bis 1798) verwalteten sie diesen Besitz als gemeinsame Herrschaft. 181 Vögte haben sich nacheinander im Sarganserschloss (jeweils nach zweijähriger Amtszeit) abgelöst. Die Reihenfolge ihres Auftretens ist heute noch am Wappenband abzulesen, das die Stadtseite des Herrenhauses schmückt: Zürich, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug und Glarus. (Nach den Villmergerkriegen, ab 1712, auch Bern.)

Seit 1899 genört das Schloss der Ortsgemeinde von Sargans. Architekt Eugen Probst hat es um die Jahrhundertwende sinnvoll renoviert. 1969/70 wurden die Fassade, die Ring- und die Stützmauern unter Mithilfe von Heimatschutz und Bund und Kanton St. Gallen einer weiteren Renovation unterzogen. Ein Besuch des alten Herrensitzes und des Sarganserländischen Heimatmuseums im Turm lohnt sich!

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